Kein Betriebsunfall

Kein Betriebsunfall
  • Derzeit 0 von 5 Sternen.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 0/5 (0 Stimmen gezählt)

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Sie haben bereits diese Seite bewertet, sie können nur eine Stimme abgeben!

Your rating has been changed, thanks for rating!

Kein Betriebsunfall

Neuaufbau bei Walheims Judokas. Brand hält Klasse.

Selten fiel eine Saisonprognose so schwer, wie zu Beginn der abgelaufenen Judo-Bundesliga: ?Wir können Letzter werden, wir können aber auch an den Play-off-Plätzen schnuppern?, hatte Hertha Walheims kämpfender Trainer Steffen Krüger vor dem Start die gesamte Bandbreite skizziert ? und sich nicht geirrt. Die Hertha verlor alle sieben Saisonkämpfe und muss die erste Bundesliga verlassen.

Dabei war es nicht eigenes kämpferisches Unvermögen, das die Zweitklassigkeit mit sich brachte, sondern eine Mischung aus ?fehlendem Glück, Verletzungspech und eigener Dummheit?, wie Frank Heynen feststellte, der gemeinsam mit Patrick Haas als Trainer-Tandem die Hertha aus Walheim in die neue Saison führen wird. Die Niederlagen fielen häufig äußerst knapp aus. Dazu kamen unzählige Ausfälle in der Saison.

Kein Auseinanderbrechen

Beispielhaft die große Judo-Hoffnung Max Baczak: Der 16-Jährige lädierte sich bei seinem glänzenden Auftritt bei der Westdeutschen Meisterschaft die Schulter und fiel für den letzten Kampf gegen Hamburg aus. Zudem fielen viele Kampfrichter-Entscheidungen gegen die Hertha, die selten in derselben Formation antreten konnte und oft nur Sekunden von einem Punktgewinn entfernt war.

Auseinanderbrechen wird die Mannschaft nach dem Abstieg nicht. Im Gegenteil: Das Team sieht den ?Abstecher? ins Unterhaus als Chance, die eigenen Talente ? neben Bazcak auch die drei Westerkamps Max, Robert und Arthur, Florian Dieck (20 Jahre), Max Strote und Lars Entgens (beide 18) ? reifen zu lassen. Dann kann die Hertha in zwei oder drei Jahren auch wieder den Aufstieg ins Oberhaus als Zielmarke vorgeben. ?Aber, wenn es früher passieren sollte, dann nehmen wir das auch mit?, erklärt Frank Heynen.

Mehr Glück hatten die Frauen des Brander TV, die auf der Zielgeraden als Vorletzte den Klassenerhalt schafften. Pleiten, Pech und Personalsorgen hatten die Saison des Teams um Trainerin Grazyna Schweinoch bestimmt. ?An allen Kampftagen haben uns wichtige Leute gefehlt, wir mussten den Kader immer wieder mit Leuten aus der zweiten und dritten Mannschaft auffüllen?, bilanzierte Manager Markus Corsten nach einer schwierigen Bundesliga-Saison, in der die Branderinnen nur zwei Zähler verbuchten. (rom)

(AZ/AN-Artikel vom 30.12.2011)

 

Autor: Ulrich Niemann

Letzte Änderung: 15.04.2014

Erstellt am: 30.12.2011


Related content