Die Hertha setzt auf den Nachwuchs

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Die Hertha setzt auf den Nachwuchs

Am 2. April beginnt der Judo-Bundesligist aus Walheim die neue Saison mit einem Heimkampf gegen Aufsteiger Bottrop

Von Heribert Förster

Walheim. Mit der Schlagzeile ?Hertha Walheim setzt auf den Nachwuchs? kann man wunderbar zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Hertha Walheim setzt auf den Nachwuchs: Einerseits mit der schmucken, neuen Halle, die der Verein Anfang des Jahres eröffnet hat nach tausenden Stunden in Eigenarbeit. Zahllose fleißige Hertha-Hände werkelten am Bau neben dem Sportplatz in Walheim, um der aufstrebenden Abteilung ? endlich ? eine Heimat zu erstellen. Die Übungshalle (Dojo) sorgt jetzt dafür, das auch die Kleinsten problemlos an den Judo-Sport herangeführt werden können. ?Harte Kämpfe? um mehr Trainingszeiten gehören der Vergangenheit an.

?Der Prozess geht weiter?

Hertha Walheim setzt auf den Nachwuchs: Das gilt im Besonderen auch für die Bundesliga-Mannschaft. Denn die neue Saison wird eine weiter verjüngte Mannschaft in Angriff nehmen. Abteilungsleiter Oliver Rychter sagt: ?Der Prozess geht weiter, und wir werden diesen Weg konsequent weiter gehen.? Das Ziel der Hertha-Verantwortlichen ist so, dass auch durch die eigene Halle in ferner Zukunft noch mehr Talente an das Bundesliga-Team herangeführt werden können. ?In drei bis fünf Jahren?, nennt Rychter die Zeitspanne.

Bei allem ?Jugendwahn?, auch Rychter weiß, ?die Mischung macht?s?. Im Judo ist Erfahrung nicht zu unterschätzen, und so werden bei aller Nachwuchsförderung kaum einmal Max Baczak (Klasse - 60 kg/16 Jahre) Florian Dieck (- 66/20), Robert Westerkamp (- 81/20), Max Strote (- 90/18) und Lars Entgens (- 100/18) gemeinsam einen Liga-Durchgang bestreiten. Oder doch? ?Ich will nichts ausschließen?, sagt Trainer Steffen Krüger, der mit dem erfahrenen Nico Müller vom JC Frankfurt/Oder (- 73 kg/28) und dem talentierten Saarländer Tobias Teucke (- 61/18) zwei Alternativen mehr hat.

Die sind auch notwendig, denn auch wenn der Walheimer Kader kaum schwächer einzuschätzen ist als in der furiosen letzten Saison, die Gegner scheinen in diesem Jahr allesamt besser besetzt als in der Saison 2010. Das fängt mit Aufsteiger JC 66 Bottrop an, der mit dem 1. JC Mönchengladbach und der Hertha wohl um den direkten Klassenerhalt kämpfen dürfte. ?Wir können Letzter werden, wir können aber auch wieder an den Play-off-Plätzen schnuppern?, sagt Krüger vor dem ersten Kampf am 2. April gegen eben diese Bottroper. Selten war eine Saisonprognose so schwer wie in diesem Jahr. Konkreter als Steffen Krüger, der trotz seiner chronischen Schulterverletzung einige Male auf die Matte gehen dürfte, äußert sich Oliver Rychter: ?Wenn wir so sicher wie im letzten Jahr Platz fünf erreichen, wäre das gut.?

Rang fünf, das wäre der direkte Klassenerhalt (der Sechste muss in die Relegation, der Siebte steigt direkt ab). Die Plätze davor scheinen reserviert für Frankfurt/Oder (Rychter: ?Gut, aber nicht mehr so dominant wie in den Vorjahren?), Potsdam (?die haben sich enorm verstärkt?), Witten-Annen (?da müssten wir einen extrem gute Leistung zeigen, um einen Chance zu haben?) und Hamburg (?in Bestbesetzung vielleicht das beste Team?).

In Bestbesetzung haben die Walheimer sicherlich gegen jedes Team eine Chance, in jedem Fall wird diese Saison aber ein Lehrjahr für den Nachwuchs. ?Sie werden verstärkt zum Einsatz kommen?, sagen Krüger und Rychter unisono, wobei sich der Trainer schon freut auf die Kämpfe der Talente in der heimischen Inda-Sporthalle. ?Die Kulisse macht?s?, sagt der Trainer, ?unser tolles Publikum ist genau das, was unsere jungen Leute brauchen.? 500, 600 Zuschauer werden sicherlich wieder bei den vier Heimkämpfen in die Halle in Kornelimünster strömen pro Heimkampf, wenn der Judo-Bundesligist sein Motto in die Tat umsetzt: ?Hertha Walheim setzt auf den Nachwuchs.?

Ein perfekter Kampfplan für die Hertha

Nein, über den Kampfplan beschwert sich bei Hertha Walheim kaum einer, auch wenn Gegner wie Frankfurt/Oder oder Hamburg in einer früheren Phase der Saison vielleicht leichter herauszufordern wären. Nach dem Rückzug des SC Berlin kämpfen nur noch sieben Mannschaften in der Gruppe Nord der Bundesliga, so dass der Walheimer Kampf in der Hauptstadt ausfällt. Das bedeutet auch (zur Freude des Schatzmeisters): Die Walheimer haben vier Heim- und nur zwei Auswärtskämpfe, und einer davon findet in Mönchengladbach statt.

Die Heimkämpfe der Hertha finden alle samstags ab 18 Uhr in der Sporthalle des Inda-Gymnasiums in Kornelimünster statt. (fö)

2. 4.: Herha Walheim - JC 66 Bottrop
7. 5.: Hertha Walheim - SU Witten-Annen
28. 5.: UJKC Potsdam - Hertha Walheim
10. 9.: H. Walheim - JC 90 Frankfurt/Oder

17. 9.: 1. JC Mönchengladbach - H. Walheim
8.10.: Hertha Walheim - Hamburger JT

(AN/AZ vom 23.02.2011)

Autor: Ulrich Niemann

Letzte Änderung: 15.04.2014

Erstellt am: 23.02.2011


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