Sieben Runden um die Siegessäule

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So feiert Judo-Zweitligist TSV Hertha Walheim den 7:6-Sieg im ersten Saisonkampf beim JC Eberswalde. Max Strote und Max Baczak bekommen ein Sonderlob. Verbrüderung mit Kaiserslauterer Fußballfans.

Walheim. Frank Heynen und Co. ließen ein altes, liebgewonnenes Ritual aufleben. Pro gewonnenem Punkt drehten der Trainer und die Kämpfer des Judo-Zweitligisten TSV Hertha Walheim am Sonntagmorgen eine Ehrenrunde um die Siegessäule in Berlin. Sieben Mal musste das Wahrzeichen umrundet werden, denn mit dem 7:6-Erfolg (Wertung: 54:52) beim Wiederaufsteiger JC Eberswalde gelang dem Erstliga-Absteiger ein gelungener Einstand in die Saison. Der kleine Haken: Früher waren die Siegesrunden um die Siegessäule schneller absolviert, ?jetzt stehen da Ampeln?, erzählt Heynen.

Um den Teamgeist zu stärken, war die Hertha für drei Tage mit einem 16-köpfigen Aufgebot in die Hauptstadt gefahren, und die machte sich lautstark bemerkbar, nachdem in dem ?Krimi? (Heynen) der Sieg perfekt war. ?Auswärtssieg, Auswärtssieg?, skandierte die kleine, aber lautstarke Walheimer Delegation in Berlin City und verbrüderte sich mit einigen Kaiserslauterer Fußballfans, die das seltene Erfolgserlebnis mit ihrem Klub auch auskosteten . . 

Der Schlüssel zum Sieg war der Kampf von Max Strote in der zweiten Runde. Walheims großes Talent aus der 90-kg-Klasse war für dieses Duell mit dem ehemaligen polnischen Europameister Pawel Smoliniec in die Klasse - 100 kg aufgerückt ? und gewann. Ein Riesenlob des Trainergespanns Frank Heynen und Patrick Haas war dem 20-Jährigen sicher, aber auch Max Baczak durfte ein solches einheimsen. Mit zwei souverän erkämpften Erfolgen in der Klasse - 60 kg feierte der 17-Jährige einen traumhaften Einstand als Zweitliga-Judoka.

Dass der Sieg am Ende knapp ausfiel, lag aus Sicht der Walheimer auch an den Kampfrichtern, die laut Frank Heynen den Gästen nicht gerade wohlgesonnen waren. Besonders bekam dies Walheims letztjähriger Trainer Steffen Krüger zu spüren, der in Runde 1 Smolinec in der Klasse + 100 kg unterlegen war.

Für Haas und Heynen lohnte sich dann der Schachzug, für den drittletzten Kampf des Abends Stefan Krause als ?Schwergewicht? aufzubieten. Denn der Routinier, der eigentlich in der Klasse - 100 kg zu Hause ist, machte mit Sebastian Hesse kurzen Prozess. Der Eberswalder lag nach gerade einmal 15 Sekunden auf den Schultern.

Somit fiel das Fazit der beiden Walheimer Trainer durchweg positiv aus, auch wenn die Nerven nicht geschont wurden. Speziell Barthi Konat macht es zweimal spannend, drehte erst in den letzten 30 Sekunden seine Kämpfe. Aber es reichte, um sieben Mal um die Siegessäule zu fahren . . .(fö)

Die Kämpfe in der Reihenfolge, in der gekämpft wurde (Eberswalde zuerst genannt),
1. Runde, Klasse - 90 kg: Felix Hagenau - Max Strote 0:7 (Kampfzeit: 5:00 Minuten)
- 81 kg: Sven Marx - Barthi Konat 0:5 (5:00)
- 100 kg: Viktor Semenko - Lars Entgens 10:0 (4:55)
- 66 kg: Jasper de Jong - Jérémy Bonni 10:0 (2:39)
+ 100 kg: Pawel Smoliniec - Steffen Krüger 5:0 (5:00)
- 60 kg: Alexander Schmidt - Max Baczak 0:10 (4:12)
- 73 kg: Adrian Gutbell - Urs Richter 10:0 (2:50)

2. Runde, - 90 kg: Semenko - Patrick Haas 0:0 (5:00)
- 81 kg: Mas Stiller - Konat 0:5 (5:00)
- 100 kg: Smoliniec - Strote 0:7 (5:00)
- 66 kg: de Jong - Ulli Schink 10:0 (2:43)
+ 100 kg: Sebastian Hesse - Stefan Krause 0:10 (0:15)
- 60 kg: Schmidt - Baczak 0:10 (1:59)
- 73 kg: Sebastian Lehmann - Bonni 7:0 (5:00)

(AZ/AN vom 23.04.2012)

Letzte Änderung: 15.04.2014

Erstellt am: 23.04.2012


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