Gelingt Herthas "vierter Streich"?

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Gelingt Herthas "vierter Streich"?

Judo-Zweitligist Walheim tritt im letzten Kampf vor der Sommerpause bei Bushio Köln an. Dem Gastgeber gelang zuletzt gegen den Liga-Favoriten Spremberg ein 6:6, aber Frank Heynen ist zuversichtlich.

Walheim. Wenn's denn mal nicht so läuft, wenn er in einem Kampf Probleme hat, hadert Max Baczak zuweilen mit sich selbst. Zuletzt aber, als der 18-jährige Judoka des Zweitligisten Hertha Walheim beim 9:3-Sieg im Heimkampf ge-gen Babelsberg seinen favorisierten und zwei Jahre älteren Gegner Maximilian Zimmermann aufs Kreuz gelegt und 10:0 gewonnen hatte, legte sich ein breites Grinsen über sein Gesicht. ?Er war ein wenig stolz", sagt sein Trainer Frank Heynen. Das war Baczak zu Recht. Denn der finale Griff gelang nach 4:55 Minuten - fünf Sekunden vor dem Ende.

Da hatte Baczak Geduld bewiesen, statt mit sich zu hadern. ?Das gibt Selbstvertrauen", sagt Heynen als logische Konsequenz aus so einem Sieg, der von rund 350 Zuschauern in der Sporthalle des Inda-Gymnasiums in Kornelimünster ebenso gefeiert wurde wie die Erfolge seiner zumeist ebenfalls sehr jungen Kollegen. Maxime Junghänel oder Marlon Hütten sind zwei weitere Beispiele dafür, wie Heynen und sein Trainer-Kollege Patrick Haas junge, eigene Judokas ?mit ein paar erfahrenen Ankern im Kader", wie der Coach formuliert, Rückhalt gibt. Rückhalt ist in diesem Fall gleichzusetzen mit Erfolg. Drei Kämpfe, drei Siege - eine Saison-Zwischenbilanz, die den eingeschlagenen Weg zu 100 Prozent bestätigt: 7:6 in Eberswalde, 7:5 in Leverkusen, 9:3 gegen Babelsberg im ersten Heimkampf am letzten Wochenende.

?Und da war mit den Siegen von Baczak, Junghänel oder Hütten nicht zu rechnen", sagt Heynen angesichts der teils hoch favorisierten Gegner. Warum aber stellt er sie auf, wenn nicht mit einem Sieg zu rechnen ist? Heynen relativiert: ?Also gut, es war nicht davon auszugehen." Dass er ihnen dennoch vertraut, hat vorausschauende Gründe: ?Wir möchten ein Team entwickeln, das auf Dauer in der ersten Liga kämpfen kann, und wir möchten, dass sich gerade die Jungen im Verein entwickeln, dass sie die Chance bekommen, auch Fehler zu machen." Um so schöner, wenn sie dann keine machen und gewinnen.

Die nächste Möglichkeit dazu besteht letztmals vor der Sommerpause am heutigen Samstag, wenn Walheim bei Bushido Köln auf die Matte muss. Dort erwartet der Tabellensiebte den Dritten. Auf dem Papier sicher eine machbare Aufgabe. Aber: Köln schaffte am letzten Wochenende gegen den haushohen Liga-Favoriten Spremberg immerhin ein 6:6, holte so den ersten Saison-Punkt. ?Ein knapper Sieg ist machbar", sagt Heynen auch vor dem Hintergrund des großartigen Auftritts seiner Mannschaft am vergangenen Wochenende.

Und wenn es in Runde 1 am Samstag nicht so gut läuft, kann und wird das Trainer-Duo wieder die Wechselmöglichkeiten ausnutzen: Erfahrung statt "junge Wilde", wobei Walheims Erfahrene durchaus "junge Wilde" sind - wie der 20-jährige Max Strote. "Beim ersten Kampf in Eberswalde haben wir zurückgelegen. Da haben wir dann in der Halbzeit umgestellt, konservativ gewechselt." Auf Erfahrung gesetzt, meint Heynen damit. Ein Sieg wurde es. Und den will die Hertha auch in Köln holen. So oder so... (wp)

(AZ/AN vom 16.06.2012)

 

Autor: Ulrich Niemann

Letzte Änderung: 15.04.2014

Erstellt am: 16.06.2012


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