Die Hertha kann für die Erste Liga planen

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Die Hertha kann für die Erste Liga planen

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Walheimer Judokas begeistern beim 9:4-Erfolg über den bisherigen Spitzenreiter Spremberg. Robert Westerkamps furiose Aktion.

Von Heribert Förster

Walheim. Nein, es war alles andere als eine leichte Entscheidung. Es gab so viele Möglichkeiten, welche Szene man denn nun zu der Szene des Kampfabends ernennen sollte. Vielleicht Max Strotes furiosen Auftritt mit den spektakulären Würfen? Den Würgegriff Florian Diecks? Oder doch lieber den von Patrick Haas? War der Haltegriff von Steffen Krüger nicht ebenso spektakulär? Nicht zu vergessen der von Jérémy Cadoux-duc! Und Max Baczak hielt seinen Gegner gar mit den Füßen im Haltegriff ? was für eine Szene!

Links-Rechts-Kombination

Doch am Ende musste man sich einfach für Robert Westerkamps brillante Aktion entscheiden. Der 85 Kilogramm schwere Eschweiler, der in der Klasse bis 100 kg antrat, sorgte für Kopfschütteln bei seinem Trainer. Frank Heynen sagte immer wieder: ?Unglaublich, unglaublich?, denn der 22-Jährige hatte eine koordinative Meisterleistung auf die Matte gelegt, die man so nicht oft sieht: Mit viel Tempo ging er auf seinen Gegner René Fohri zu, täuschte mit dem linken Fuß eine Aktion an, um den 100-kg-Mann mit rechts durch die Luft und auf die Schultern zu schleudern! ?Die Technik machst du normal nur, wenn du dem Gegner körperlich überlegen bist?, sagte Heynen, ?das war für mich der Wurf der Saison.? Die Halle tobte, die über 400 Zuschauer johlten, trampelten und klatschten, wie so häufig an diesem Abend und erst recht am Ende des unterhaltsamen, kurzweiligen, erfolgreichen Judokampfes in der 2. Bundesliga. Mit einer 9:4-Packung hatte Walheim den bisherigen Spitzenreiter KSC Asahi Spremberg auf die 750 Kilometer lange Heimreise geschickt. Zum Abschied klang den Gästen auch noch der Gesang des ?Hertha-Chors? in den Ohren, der zu ?Spitzenreiter-Spitzenreiter-hej-hej?-Rufen über die Matte tanzte. Besonders erwähnenswert: Nach dem ersten Durchgang wechselte Walheim die komplette Mannschaft aus! Das ging gegen eine Spremberger Mannschaft, die in Bestbesetzung sicherlich eine ?harte Nuss? gewesen wäre. Doch spätestens nach dem 2:5-Halbzeitstand hatte sich der Gast aufgegeben. So wollten Frank Heynen und sein Trainerkollege Patrick Haas den schönen Erfolg auch ?nicht zu hoch hängen?. Stolz auf ihre Jungs waren sie aber trotzdem.

Samstag gegen Lübeck

Viele dieser erfolgreichen Abende wird es in der kommenden Saison nicht mehr geben, denn der Aufstieg, die Rückkehr in die Erstklassigkeit ist kaum noch zu verspielen. Gegen den Tabellenvorletzten Lübeck (Samstag bereits um 17 Uhr) und am 6. Oktober beim Letzten Essen wird die Hertha ihren Vorsprung auf Spremberg und Leverkusen (beide Teams haben schon einen Kampf mehr absolviert) behaupten,so dass die Fahrt zum letzten Saisonkampf nach Holle eine ?Lustreise? wird. Schon vor dem Kampf hatte Frank Heynen ja gesagt: ?Ich glaube nicht, dass wir in den letzten drei Kämpfen noch drei Punkte abgeben werden.?

Die gedanklichen Planungen für die Bundesliga können beginnen, und klar ist: Trotz der vielen Talente reicht die Klasse nicht aus, um in der Bundesliga konkurrenzfähig zu sein. Zu schwach für die Erste, zu gut für die Zweite Liga: so ist die Walheimer Lage im September 2012.

Ergebnisse in der Reihenfolge, in der gekämpft wurde, Walheim zuerst genannt,
1. Durchgang,
Klasse - 90 kg: Max Strote - Richard Gottwald 10:0 (Kampfzeit: 2:31)
- 60 kg: Leon Borgsteede - Kevin Schuchardt 0:10 (2:30)
- 73 kg: Florian Dieck - Erik Friehmann 10:0 (1:38)
- 100 kg: Stefan Krause - René Fohri 10:0 (3:44)
- 81 kg: Arthur Westerkamp - Toni Grohn 0:5 (5:00)
+ 100 kg: Steffen Krüger - Marcel Schaarschmidt 10:0 (1:44)
- 66 kg: Jérémy Cadoux-duc - Felix Kliemann 10:0 (1:41)

2. Durchgang,
- 90 kg: Patrick Haas - Mathias Völker 10:0 (0:38)
- 60 kg: Max Baczak - Tom Storim 10:0 (2:11)
- 73 kg: Marlon Hütten - Hans-Martin Kühn 7:0 (5:00)
- 100 kg: Robert Westerkamp - Fohri 10:0 (1:37)
- 81 kg: Bartolomäus Konat - Johannes Karsch 0:0 (5:00)
+ 100 kg: Lars Entgens - Stefan Niesecke 0:5 (5:00)
- 66 kg: Dimitri Sokolovski - Felix Kiebach 0:10 (1:31)

(AZ/AN vom 17.09.2012)

Autor: Ulrich Niemann

Letzte Änderung: 15.04.2014

Erstellt am: 19.09.2012


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