Ein ?spannendes Projekt? in der Bundesliga

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Ein ?spannendes Projekt? in der Bundesliga

Die Trainer Frank Heynen und Patrick Haas über ?ihre? Judokas beim TSV Hertha Walheim. Robert Westerkamp ist eine der Stützen des jungen Teams.

Mal sehen, was die Saison so bringt: Robert Westerkamp, Dritter der Deutschen Meisterschaften in diesem Jahr, ist eine der Stützen des Erstliga-Wiederaufsteigers TSV Hertha Walheim. Fotos: Wolfgang Birkenstock ->Bilder https://picasaweb.google.com/jkaachen/AZANVorberichtSaison2013?authkey=Gv1sRgCJeh7bH01Z_P9AE

Von Heribert Förster

Walheim. Sie hatten sich auf einen längeren Aufenthalt in der Zweiten Liga eingerichtet, doch als die Chance zum direkten Wiederaufstieg kam, griffen die Judokas im vergangenen Jahr beherzt zu. Und somit ist der TSV Hertha Walheim zurück in der Erstklassigkeit. Die neue Saison beginnt für die Mannschaft von Frank Heynen und Patrick Haas am 4. Mai um 16 Uhr mit einem Heimkampf gegen den UJKC Potsdam.

Die beiden gleichberechtigten Trainer geben einen Einblick in das Innenleben der Judo-Abteilung, dem sportlichen Aushängeschild des Vereins aus dem Aachener Süden.

Die Philosophie: Das Ziel lässt sich ganz kurz zusammenfassen: ?Junge Leute weiterentwickeln.? Und deshalb ist es für Haas und Heynen auch keine Frage gewesen, mit dem Kader aus der Zweiten Liga auch die ungleich schwereren Aufgaben in der Bundesliga anzugehen. ?Die junge Mannschaft hat überragend den Aufstieg geschafft und hat es sich verdient, ihre Bundesliga-Tauglichkeit zu beweisen.? Haas und Heynen sind sich einig: ?Das ist ein spannendes Projekt, sonst würden wir das auch nicht machen.? Die mancherorts verbreitete Söldnermentalität, die es früher auch bei der Hertha schon einmal gab, ?darauf haben wir keine Lust?.

Das Aufgebot: Drei Neuzugänge, mehr haben die Walheimer aus den vorab geschilderten Gründen nicht geholt. Nils Torben Becker (19 Jahre, Klasse bis 60 Kilogramm) ist ein Talent aus Herford, der Student Ruppert Hammen (25, -73 kg aus Beuel) trainiert schon zwei Jahre bei der Hertha mit. Bleibt Toma Nikiforov, 20, ein hoch interessanter Kämpfer aus Belgien. Das Schwergewicht (-100 kg) hat im Juniorenbereich einige internationale Erfolge vorzuweisen. Neben Stefan Krause, der aus beruflichen Gründen seine Laufbahn beendet hat, fehlen im Vergleich zum letzten Jahr auch Max Strote (Kreuzbandriss) und Christopher Hansen (Studium in China).

Die Erwartungen: ?Es kann hohe Niederlagen geben, aber auch knappe Siege?, sagt Patrick Haas, und Frank Heynen ergänzt: ?Die Liga ist eine Wundertüte.? Klar ist: Die Walheimer werden die Mannschaft nicht so aufstellen, dass unbedingt die Erfolgschance gewahrt wird. Alle Kämpfer, die Betonung liegt auf alle, sollen und werden Einsatzzeiten erhalten.

Die Gegner: Der erste Walheimer Gast, UJKC Potsdam, wird allgemein als Staffel-Favorit angesehen, einen Platz unter den ersten vier in der Nordgruppe haben aber auch Hamburg, Witten, Bottrop und Frankfurt/Oder anvisiert. Walheim kann die Vorrunde recht entspannt angehen, über den Klassenerhalt werden erst die Play-down-Kämpfe des Fünft- und Sechstplatzierten entscheiden. Läuft alles normal, ist Walheim dabei.

Die Finanzen: Ein immer wieder leidiges Thema. ?Wir sind auf der Suche nach Sponsoren?, sagt Frank Heynen. Während der TSV Abensberg, Deutschlands mit weitem, weitem Abstand führender Verein, einen 250 000-Euro-Etat stemmt, begnügt sich die Hertha mit knapp einem Zehntel dieser Summe . . . ?Mit wenig Geld kann man hier viel bewegen?, wirbt Heynen und würde sich über ein Finanzspritze freuen. Aus einem simplen Grund: ?Dann könnten wir in Hamburg vielleicht in einer Jugendherberge übernachten und müssen nicht in der Halle schlafen.?

Fünf finale Fragen, die Heynen und Haas vervollständigt haben:

Erster in der Gruppe Nord wird . . .

Bottrop (Heynen), Hamburg (Haas).

Wenn alles optimal läuft, wird die Hertha in der Gruppe Nord . . .

. . . Vierter.

Das Erreichen der Viertelfinal-Kämpfe . . .

. . . wäre ein schöner Bonus. Und 20 Jahre nach dem bisher einzigen Viertelfinaleinzug das i-Tüpfelchen.

Die Zuschauer bei den drei Heimkämpfen können sich freuen auf . . .

. . . aufopferungsvoll kämpfende Herthaner. Die Jungs werden immer alles geben. Kurz gesagt: Blut, Schweiß, Herz.

Sportlich ein Ausrufezeichen setzen wird . . .

. . . Robert Westerkamp. Gespannt sind wir auch auf Neuzugang Toma Nikiforov und Rückkehrer Grim Vuijsters.

Drei attraktive Heimkämpfe für die Hertha

19 Athleten bilden das Gerüst für die Bundesliga

Drei Heim- und nur zwei Auswärts-Kämpfe ? die Hertha, die alle Heimkämpfe in der Halle des Inda-Gymnasiums in Kornelimünster austrägt, hat einen guten Kampfplan erwischt. Die Paarungen werden für die geraden Kalenderjahre durch Setzen und im Losverfahren ermittelt. Diese Auslosung ist für zwei Jahre gültig, wobei das Heimrecht im Folgejahr wechselt. Walheim hat das Los von Absteiger Mönchengladbach übernommen. Der Kampfplan:

4.5., 16 Uhr: Walheim - Potsdam
18.5., 17 Uhr: Bottrop - Walheim
1.6., 16 Uhr: Walheim - Frankfurt/0.
29.6., 16 Uhr: Walheim - Witten
13.7., 18 Uhr: Hamburg - Walheim

Der Modus: Die ersten vier Mannschaften der Gruppen Nord und Süd erreichen das Viertelfinale, die Mannschaften auf den Plätzen 5 und 6 kämpfen auf den jeweiligen Bundesebenen in einem Hin- und Rückkampf gegen den Abstieg. (fö)

46 Kämpfer haben die Verantwortlichen für die neue Saison gemeldet, doch den harten Kern des Aufgebots dürften diese Kämpfer bilden:

Klasse - 60 Kilogramm: Nils Torben Becker, Damien Bomboir, Jérémy Cadoux-Duc, Thomas Cadoux-Duc;
- 66 kg: Max Baczak, Maxime Junghänel;
- 73 kg: Florian Dieck, Rupert Hammen, Marlon Hütten, Urs Richter;
- 81 kg: Bartholomäus Konat, Arthur Westerkamp, Max Westerkamp;
- 90 kg: Patrick Haas, Robert Westerkamp;
- 100 kg: Lars Entgens, Toma Nikiforov;
+ 100 kg: Steffen Krüger, Grim Vuijsters

Autor: Ulrich Niemann

Letzte Änderung: 15.04.2014

Erstellt am: 17.04.2013


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