Auch Vuijsters fällt noch aus

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Auch Vuijsters fällt noch aus

Judo-Bundesligist Hertha Walheim steht heute ab 16 Uhr gegen Frankfurt/Oder vor einer ganz schweren Aufgabe. Von Verletzten und Vaterfreuden.

Walheim. Vormittags war Patrick Haas noch guter Dinge. ?Wir sind nicht haushoch unterlegen, aber der Favorit sind wir natürlich auch nicht.? Worte des Trainers von Judo-Bundesligist TSV Hertha Walheim rund 30 Stunden vor dem heutigen Kampf in der Gruppe Nord der Bundesliga gegen das Spitzenteam JC 90 Frankfurt/Oder.

Ziemlich genau 24 Stunden vor dem ersten Kampf (16 Uhr, Sporthalle des Inda-Gymnasiums in Kornelimünster) überbrachte dann Frank Heynen seinem Trainer-Kollegen Haas die schlechte Nachricht: ?Grim Vuijsters ist am Handgelenk verletzt?, ein Einsatz des Punktegaranten nicht möglich.

Da darf man schon den Klassiker unter den Sportler-Sprüchen zitieren, ?zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu?. Denn Letzteres haben die Walheimer reichlich in dieser Saison. Neben Schwergewicht Vuijsters fehlen natürlich auch die Langzeitverletzten Max Strote und Robert Westerkamp (beide - 90 kg) sowie Neuzugang Toma Nikiforov (- 100 kg), dessen Schulterverletzung immer noch nicht abgeklungen ist.

Der ?letzte Mohikaner?

So wollte eigentlich Steffen Krüger noch einmal Gewicht machen, um in der Klasse bis 100 Kilogramm einspringen zu können. Denn Walheims derzeit einzigen 100-kg-Mann, Lars Entgens, plagte die ganze Woche eine Erkältung. Jetzt wird er doch zweimal auf die Matte gehen müssen, denn Krüger dürfte als ?letzter Mohikaner? als Vuijsters-Ersatz aufgeboten werden. Wenn denn nicht der Nachwuchs noch einen Strich durch die Rechnung macht. Krüger wartet stündlich auf die Geburt seines Sohnes...

Es hat schon angenehmere Situationen gegeben, doch Lamentieren ist nicht die Sache der Walheimer. ?Besser jetzt als im September?, sagt sich Frank Heynen, wenn in den Play-downs um den Klassenerhalt gekämpft wird.

Aber auch mit Vuijsters und Robert Westerkamp, mit Strote, Nikiforov oder einem gesunden Entgens wären die Gäste ein kaum zu bezwingender Gegner gewesen. Zumal JC-Trainer Uwe Frenz (?Walheim hat eine junge und starke Truppe?) nichts davon hält, die lange Anreise nicht mit der besten Formation anzutreten. ?Wir kommen mit der vollen Kapelle, wir wollen uns nicht überraschen lassen.? Die Stärke der Gäste ist ihre Ausgeglichenheit. Und die meist schon etwas älteren Ausländer haben ihre Solokarriere beendet, für sie sind die Liga-Auftritte die Highlights im Judo-Jahr.

Bei den Walheimern wird indes gepuzzelt, gerade in den schweren Gewichtsklassen ist derzeit keine Alternative vorhanden zu Patrick Haas (- 90 kg), Lars Entgens (- 100 kg) und Steffen Krüger (+ 100 kg). Und wenn der den Kreißsaal der Matte vorzieht, müssen Haas und Heynen schon fast einen Kämpfer aus dem Hut zaubern... fö)

(AZ/AN vom 01.06.2013)

Autor: Ulrich Niemann

Letzte Änderung: 15.04.2014

Erstellt am: 01.06.2013


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