Unter Druck steht nur Witten

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Unter Druck steht nur Witten

Hertha Walheim erwartet heute in der Bundesliga um 16 Uhr den ewigen Rivalen und hofft auf den Einsatz von Schwergewichtler Grim Vuijsters

Walheim. Patrick Haas blickt schon mal voraus, auf die Zeit der Entscheidung. Wenn Ende September in Hin- und Rückkämpfen der Absteiger aus der Gruppe Nord der Judo-Bundesliga ermittelt wird, dürfte der TSV Hertha Walheim eine der beiden Mannschaften stellen, die um den Klassenerhalt kämpfen. Nichts anderes erwarten sie im Verein und im Umfeld, und auch Trainer Patrick Haas ist da ziemlich realistisch. Und deshalb blickt er voraus auf den September, wenn einige der derzeit verletzten Leistungsträger wieder den Anzug der Hertha anziehen dürften. ?Die wissen um unsere Stärken?, sagt Haas, und mit ?die? meint er die Konkurrenten aus Bottrop und Witten. Läuft alles normal, trifft die Hertha Ende September auf einen dieser beiden Klubs.

SUA kommt mit Ausländern

Heute auf jeden Fall schon einmal auf die SUA (Sport Union Annen) aus Witten, ab 16 Uhr in der Sporthalle des Inda-Gymnasiums in Kornelimünster. Da Wittener und auch Bottroper alles wollen, aber nicht in die beiden Abstiegskämpfe, stehen die Gäste schon unter Druck. Da ist ein Sieg gegen Walheim Pflicht, und deshalb dürften die Gäste auch mit ihren starken Ausländern anreisen. ?Ich gehe davon aus?, sagt Haas, der mit dem früheren Walheimer Einzelstarter Benjamin Behrla gut befreundet ist und schon einmal vorgeschlagen hatte, das Duell der langjährigen Rivalen ohne Ausländer zu bestreiten. Aber Behrla hat dankend abgewunken . . 

Aus gutem Grund, denn ohne Jeroen Mooren zum Beispiel ist Witten in den unteren Gewichtsklassen nur bedingt bundesligatauglich. Und auch ein Robby van Laarhoven (- 90 kg) ist jederzeit für Punkte gut.

Mooren und van Laarhovens Landsmann Grim Vuijsters ist dagegen einer der zur Zeit nur wenigen Punktgaranten der Gastgeber. Der Schwergewichtler hofft, dass er rechtzeitig aus dem Trainingslager der niederländischen Nationalmannschaft anreisen kann, um für die Walheimer zwei mehr oder weniger sichere Punkte einzufahren. Denn in dieser Saison kam Wittens starker schwerer Mann André Breitbarth noch nicht zum Einsatz, fraglich, ob er ausgerechnet heute in Walheim seinen Saisoneinstand gibt.

Tüfteln an der Aufstellung

Da bei der Hertha Jérémy Cadoux-Duc und erstmals in der laufenden Serie auch Damien Bomboir in den unteren Klassen zur Verfügung stehen, dürfen Haas und Trainer-Kollege Frank Heynen auch erstmals in dieser Saison grübeln, wie sie bei der Aufstellung variieren. Allerdings nur in der ?Ausländerfrage?, denn nach wie vor fehlen mit Robert Westerkamp, Max Strote und Toma Nikiforov drei wichtige Kämpfer in den höheren Klassen. Und auch Steffen Krüger fehlt (er ist heute Trauzeuge bei der Hochzeit des ehemaligen Walheimer Kämpfers Patrick Schweizer).

?Alles ist möglich?, sagt Frank Heynen, der eine Hoffnung äußert: ?Vielleicht können wir uns mal belohnen?, wünscht sich der Trainer, denn in den bisherigen drei Kämpfen waren die Herthaner nicht nur wegen des großen Verletzungspechs nicht gerade vom Glück verfolgt.

Auf jeden Fall ist die Inda-Sporthalle heute ein lohnendes Ziel für alle ?CHIO-Geschädigten?, wobei ein Duell viel Spannung verspricht: Der in dieser Saison enorm starke Walheimer Lars Entgens könnte in der Klasse bis 100 Kilogramm auf den ehemaligen Kollegen Benny Behrla treffen. Der steht dann unter viel größerem Erfolgsdruck, denn Witten braucht für sein Ziel Viertelfinale auf jeden Fall einen Sieg.(fö)

(AZ/AN vom 29.06.2013)

Autor: Ulrich Niemann

Letzte Änderung: 15.04.2014

Erstellt am: 29.06.2013


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