PSV-Judoka unterliegen beim Saisonauftakt überraschend knapp

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PSV-Judoka unterliegen beim Saisonauftakt überraschend knapp

Neuzugang Michel Verhagen brilliert mit starkem Debüt

Die Judoka der PSV Bochum mussten sich beim Saisonauftakt der Zweiten Bundesliga gegen den Aachener Erstliga-Absteiger Hertha Walheim mit 4:9 geschlagen geben.

„Wenn ich bedenke, dass wir im letzten Jahr zum Auftakt noch mit 1:13 verloren haben, dann stimmt mich dieses knappere Ergebnis doch recht positiv“, sagte der zufriedene Trainer des PSV-Teams, Jürgen Wagner. Nach drei deutlichen Niederlagen (unter anderem gegen den ehemaligen rumänischen Meister Florin Petrehele), sorgte der niederländische Neuzugang der Bochumer, Michel Verhagen (20 Jahre, bis 90kg), für das erste Erfolgserlebnis gegen die deutlich favorisierten Walheimer. Der Niederländer brillierte im vierten Kampf gegen Arthur Westerkamp mit zwei Schenkelwürfen (Uchi-Mata) und verbuchte so den ersten Sieg für die Gäste.

„Beinahe wäre es zur großen Überraschung gekommen. Drei unserer Kämpfe waren extrem knapp. Hätten wir die für uns entschieden, dann wäre es ein 7:7-Remis geworden“, sagte der PSV-Coach. Auch Markus Baader, der Neuzugang (-100kg) aus Lippstadt, zeigte eine starke Vorstellung und unterlag nur sehr knapp. Im sechsten Kampf hatte er seinen Gegner Patrick Haas bereits 14 Sekunden im Haltegriff (20 Sekunden sind für einen vorzeitigen Sieg nötig) und den Kampf damit so gut wie entschieden. Judo-Routinier Haas schöpfte aber aus seinem Erfahrungsschatz, konnte sich befreien und bog den Kampf so doch noch zu seinen Gunsten um. Auch der PSV-Kämpfer Niclas Luckai (bis 60 kg) dominierte seinen Gegner deutlich, fing sich gegen Ende des Kampfes jedoch eine Strafe (Shido) ein und musste sich deshalb mit einem Remis begnügen.

Für den zweiten niederländische Neuzugang, Ricardo Chirco (bis 66 kg), war ein Sieg ebenfalls in greifbarer Nähe. Er hatte bereits einen halben Punkt für sich verbucht, bekam gegen Ende des Kampfes jedoch gleich zwei Strafen aufgebrummt und verlor.

„Leider haben wir in der Osterwoche nur einen Trainingstag zugewiesen bekommen, das ist suboptimal“, erklärte Wagner verärgert. „Die Judokas hätten sich einfach rechtzeitig melden müssen“, die verantwortliche Abteilungsleiterin des Sport- und Bäderamtes, Sigrid Fischer. Offenbar ist die Kommunikation verbesserungswürdig.

Für die PSV geht es am 17. Mai zum zweiten Wettkampf gegen das Bushido Köln.

Nikolaj Spiegel

(WAZ vom 15.04.2014)|

Autor: Ulrich Niemann

Letzte Änderung: 29.05.2014

Erstellt am: 17.04.2014


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