Bei Nils Torben Becker platzt der Knoten

2. Kampftag der 2. Judo-Bundesliga
Bei Nils Torben Becker platzt der Knoten

Köln/Walheim. Frank Heynen stellt klar: „Ich habe nicht tiefgestapelt.“ 8:4 gewonnen, das hört sich nicht nur gut an. Das hört sich auch an, als sei der Sieg des TSV Hertha Walheim in der 2. Judo-Bundesliga bei Bushido Köln ungefährdet gewesen. War er aber nicht. „Ein 7:6 wäre gerecht gewesen“, sagt Heynen, dessen Trainerherz aufblühte. Denn „es war eine riesig gute Mannschaftsleistung“.

Beim Blick auf die Aufstellungen wurde Heynen und seinem Trainer-Partner Patrick Haas ein bisschen mulmig. „66, 73 und 81 sind weg“, vermuteten beide, glaubten nicht wirklich an Siege in diesen Gewichtsklassen. Doch bereits im ersten Kampf feierte Ruppert Hammen (-73 kg) ein unerwartetes Erfolgserlebnis, trotzte dem deutschen Spitzenkämpfer Christian Hellinger ein Unentschieden ab. Die Initialzündung, „jetzt gewinnen wir“, waren sich Heynen und Haas sicher. Und die Mannschaft enttäuschte die Trainer nicht. In der ersten Runde verloren nur (wie erwartet) trotz starker Leistung Graatje Weber (-81 kg) und Maxime Junghänel (-66 kg), dafür blieb an seinem 22. Geburtstag Lars Entgens standhaft gegen den gut 30 Kilogramm schwereren Nils Kopke. Und im letzten der sieben Kämpfe in Durchgang eins sorgte Nils Torben Becker für den Höhepunkt, als er groß auftrumpfte und Benjamin Franke vorzeitig besiegte (-60 kg). Walheim führte zur Pause 3:2, auch weil Robert Westerkamp nach langer verletzungsbedingter Pause sich direkt mit einem Sieg zurückmeldete (- 90 kg).

Im zweiten Durchgang feierten die Gastgeber erneut nur noch zwei Siege, der Belgier Lefevere und der Iraner Housseini gewannen und bescherten den Gastgebern vier Ausländerpunkte. Walheim dagegen trumpfte mit seinen jungen deutschen Assen auf, wobei speziell Becker im letzten Kampf noch einmal zeigte, dass bei ihm der Knoten geplatzt ist. „Ohne Nils hätten wir nicht gewonnen“, sagt Heynen, der auch sein Sonderlob für Max Baczak verteilte. „Unglaublich“ sei es gewesen, was er mit dem erfahrenen Daniel Lachmann angestellt habe, „der ganze Kampftag war sehr befriedigend für uns“. Und beste Werbung für den Top-Kampf am kommenden Samstag (18 Uhr) gegen den Tabellenzweiten und alten Rivalen JC Mönchengladbach.(fö)

Die Kämpfe in der Reihenfolge, in der gekämpft wurde, 1. Durchgang, Klasse - 73 kg: Christian Hellinger - Ruppert Hammen 0:0 (Kampfzeit: 5:00 Minten) - 100 kg: Eicke Boden - Artur Knak 0:10 (1:47) +e_STnS100 kg: Nils Kopke - Lars Entgens 0:0 (5:00) - 81 kg: Sheikh Amir Housseini - Graatje Weber 5:0 (5:00) -e_STnS90 kg: Arthur Hass - Robert Westerkamp 0:7 (5:00) -e_STnS66 kg: Japser Lefevere - Maxime Junghänel 10:0 (0:05) -e_STnS60 kg: Benjamin Franke - Nils Torben Becker 0:10 (3:50)

2. Durchgang, - 73 kg: Lefevere - Philip Volkmer 10:0 (3:13) - 100 kg: Sören Schilasky - Patrick Haas 0:10 (2:48) + 100 kg: Kopke - Entgens 0:1 (5:00) - 81 kg: Housseini - Weber 10:0 (3:45) - 90 kg: Peter Schneider - Arthur Westerkamp 0:10 (3:57) -e_STnS66 kg: Daniel Lachmann - Max Baczak 0:7 (5:00) - 60 kg: Franke - Becker 0:10 (4:10)

Erfolgserlebnisse auch für die Walheimer Zweite in der Regionalliga: 7:0 gegen den letztjährigen Fast-Aufsteiger BTW Bünde und 4:3 gegen den SV Friedrichsfeld hieß es am Ende nach starken Auftritten in heimischer Halle, mit nun vier Siegen nach vier Kämpfen mischt die Mannschaft von Trainer Jörg Heynen vorne mit.

Autor: Ulrich Niemann

Letzte Änderung: 23.04.2016

Erstellt am: 12.05.2014


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