Platz 3 ist das Ziel

Walheimer Judoka heute gegen Braunschweig
Aachener Zeitung und Nachrichten
Nils Torben Becker (links) im Wettkampf

Walheim. Manch einer würde sagen: Es ist der Kampf um die „goldene Ananas“, doch die Judoka des TSV Hertha Walheim haben noch Ambitionen vor ihrem letzten Kampf in der 2. Bundesliga heute gegen den Braunschweiger JC (18 Uhr, Sporthalle des Inda-Gymnasiums in Kornelimünster). Für die Mannschaft von Trainer Patrick Haas geht es um den dritten Platz in der Abschlusstabelle, um den sich auch der KSC Asahi Spremberg und der heutige Gast „bewerben“. Alle drei Klubs sind punktgleich, so dass Haas sich sicher ist, „das wird noch einmal richtig spannend“.

Die Spremberger, am vergangenen Samstag 8:5-Sieger gegen Walheim, erwarten den Tabellensechsten Bushido Köln, sind favorisiert und haben bei gleicher Anzahl von gewonnenen und verlorenen Kämpfen wie die Walheimer die etwas schlechtere Bilanz bei den Unterbewertungen (plus sieben gegenüber plus vier).

„Mal sehen, mit welcher Mannschaft die Braunschweiger anreisen“, ist Haas gespannt auf die Judoka aus dem Norden, denn fast an jedem Kampftag hatte die Formation des JC ein anderes Gesicht. Aber egal, wer aus der „Wundertüte“ steigt, „ich denke schon, dass uns die Braunschweiger liegen werden“. Haas weiß, dass die Gäste gerade in den schweren Gewichtsklassen nicht sonderlich gut besetzt sind, so dass die Walheimer speziell in den Klassen bis 90 und 100 Kilogramm sowie in der Klasse + 100 kg auf sechs Punkte hoffen.

Personell wird mehr oder weniger die identische Formation auf die Matte gehen wie in Spremberg. Allein in der Klasse bis 81 kg ersetzt Graatje Weber seinen verletzten niederländischen Landsmann Arno Savelkoul, der zuletzt zudem in einem Formtief steckte. Ein kleines Fragezeichen steht hinter dem Einsatz des leicht angeschlagenen Arthur Westerkamp.

Ob Walheim am Ende der Saison Dritter, Vierter oder Fünfter wird, in der neuen Saison wird die Mannschaft auf jeden Fall wieder in der Zweiten Liga starten. „Das ist geklärt“, sagt Haas, der in Zukunft ohne seinen Trainer-Kollegen amtieren wird. Frank Heynen, seit mehr als zehn Jahren in den verschiedensten Funktionen für die Walheimer tätig, tritt aus privaten und beruflichen Gründen kürzer und wird die Kämpfe „seiner“ Hertha nun aus einer anderen Perspektive erleben: als Fan. (fö)

(AZ/AN vom 04.10.2014)

Autor: Ulrich Niemann

Letzte Änderung: 16.10.2014

Erstellt am: 04.10.2014


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