Platz 2 in Saison mit „Höhen und Tiefen“

Judo-Zweitligist Hertha Walheim bezwingt den Braunschweiger JC zum Abschluss mit 8:6
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Platz 2 in Saison mit „Höhen und Tiefen“

Steuerte zwei wichtige Siege zum Erfolg bei: Walheims Marlon Hütten (re.). Foto: Ulrich Niemann

Braunschweig/Aachen. Versöhnlicher Abschluss einer „Saison mit Höhen und Tiefen“, wie Patrick Haas sie einstuft. Nach dem „absoluten Tiefpunkt“ mit dem 6:7 im letzten Heimkampf gegen Bushido Köln siegte Judo-Zweitligist Hertha Walheim am Samstagabend beim Braunschweiger JC mit 8:6 und sicherte sich damit den als Saisonziel ausgegebenen zweiten Tabellenplatz.

„Damit sind wir zufrieden, denn der Aufstieg war aus finanziellen Gründen eh kein Thema für uns. Unsere Philosophie ist es, die Leute aus unserer Trainingsgruppe heraus aufzustellen“, sagt der Walheimer Trainer, der mit gehörigen Personalsorgen nach Braunschweig gereist war. Nur elf Kämpfer konnte Haas aufgrund von Verletzungen bzw. anderweitigen Verpflichtungen wie von Lars Entgens und Max Westerkamp aufbieten – zehn sind das Minimum, das man aufbieten muss. „Taktische Spielereien waren nicht möglich.“

So ging Haas schon in der Klasse bis 60 Kilogramm volles Risiko, da er drei Mal tauschen musste. Nach dem Sieg von Nils Torben Becker durfte Marcel Leenings, der sonst im Walheimer Regionalliga-Team kämpft, ran und gewann ebenfalls. „Das haben beide gut gemacht“, lobte der Coach. Chancenlos war dagegen zwei Mal Erich Klinspon (-66 kg), denn sein Gegner Leon Philipp „war richtig stark und sehr souverän“.

Nachdem Arthur Westerkamp (-90 kg) den ersten Kampf gegen Felix Schulze noch verloren hatte, besprachen Haas und sein Kämpfer für den zweiten Auftritt eine andere Taktik. „Die hat Arthur gut umgesetzt und durchgezogen“, war der Coach zufrieden, denn Westerkamp gewann den Rückkampf. Nach der Niederlage in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm von Hans-Martin Kühn gewann Max Baczak den Rückkampf überzeugend. „Ein souveräner Kampf und ein wichtiger Erfolg, da wir zur Halbzeit noch mit 3:4 hinten gelegen haben“, erläuterte der 34-Jährige, der selbst nach 3:4 Strafen in der Klasse bis 100 Kilogramm seinem Gegner ebenso unterlag („Das war eine unnötige Niederlage“) wie im Rückkampf Janis Terinde, der ebenfalls aus der zweiten Mannschaft kommt und erstmals in der Zweiten Liga antrat. „Er hat das nicht schlecht gemacht, zumal wenn man bedenkt, dass er im vergangenen Jahr noch in der Landesliga gekämpft hat und jetzt zum Regionalliga-Team gehört. Er hat einen großen Schritt gemacht, braucht aber noch ein, zwei Jahre“, lobt Haas den 20-Jährigen. Zwei Erfolge steuerte der Niederländer Tom Grootjans bei. „Der erste Kampf war ganz knapp, der zweite aber sehr souverän, ein wichtiger Erfolg für ihn nach der langen Verletzungspause“, freute sich Haas mit seinem Kämpfer.

Und dann war da noch Marlon Hütten, der den Sack für Walheim zumachte. Im ersten Kampf benötigte er nur 15 Sekunden zum Sieg, musste im zweiten richtig kämpfen, um zu punkten. Da traf er auf den deutschen Pokalsieger 2014, Jan-Hendrik Köhler. „Das hat Marlon richtig souverän gemacht“, war Haas zufrieden. (rau)

Braunschweig - Walheim 6:8:

-60 kg: Florian Hahn - Nils Torben Becker 0:10, Hahn - Marcel Leenings 0:10;
-66 kg: Leon Philipp - Erich Klinspon 10:0, Philipp - Klinspon 10:0;
-90 kg: Felix Schulze - Arthur Westerkamp 7:0, Schulze - Westerkamp 0:10;
-73 kg: David Dubsky - Hans-Martin Kühn 10:0, Philipp Innig Aguion - Max Baczak 0:10;
-100 kg: Martin Garic - Patrick Haas 10:0, Garic - Janis Terinde 10:0;
+100 kg: Volker Klöß - Tom Grootjans 0:1, Joachim von Pawelsz - Grootjans 0:10;
-81 Egzon Lekaj - Marlon Hütten 0:1; Jan-Hendrik Köhler - Hütten 0:10

(AZ/AN vom 12.10.2015)

Autor: Ulrich Niemann

Letzte Änderung: 30.10.2015

Erstellt am: 12.10.2015


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