Für Walheim ist der Zug nach oben wohl abgefahren

Männer der Hertha verlieren auch den zweiten Kampf: 5:9 in Leverkusen. Haas: „In vielen Situatioben nicht heiß genug.“
Aachener Zeitung und Nachrichten
Für Walheim ist der Zug nach oben wohl abgefahren

Jur Spijkers (oben) sichert Walheim zwei Punkte - hier im Kampf gegen Dominik Schatten (Foto: Ulrich Niemann)

Walheim. Der Zug nach oben dürfte abgefahren sein. Zumindest der an die Tabellenspitze. Auch im zweiten Kampf bezog Judo-Zweitligist Hertha Walheim eine Niederlage. Die Mannschaft von Cheftrainer Patrick Haas verlor bei Bayer Leverkusen mit 5:9. Den Auftaktkampf gegen Spremberg hatten die Herthaner ebenfalls in den Sand gesetzt. Noch können zwar maximal sechs Zähler geholt werden, aber für den Sprung an die Spitze reicht das nicht mehr. Spitzenreiter Leverkusen ist nach dem Erfolg schon bei sieben Punkten.

Schnell lagen die Gäste beim TSV mit 0:3 hinten. Max Westerkamp (- 100 kg) per Ippon, auch Max Baczak (- 73 kg) und Erich Klinspon (- 66 kg) verloren. Etwas besser sah es nach Kampf 4 aus. Arthur Westerkamp (- 90 kg) besiegte Rafael Mattukat. Es stand nur noch 1:3. Die alte Führung hatte wieder Bestand, als Joris Kuger (- 81 kg) Arno Savelkoul vorzeitig besiegte. Den erwarteten Punkt für die Herthaner holte Jur Spijkers. Der Schwergewichtler machte nach dreieinhalb Minuten „Schluss“ und verkürzte auf 2:4.

Die Hoffnungen stiegen bei den Gästen, als Nils Becker (- 60 kg) auf 3:4 zur Pause verkürzte. Doch dann rauschten die Gastgeber förmlich durch die zweite Halbzeit. Nur der beste Walheimer Jur Spijkers holte in Kampf 13 nochmals einen Zähler in der Gewichtsklasse + 100 kg. Und auch Marcel Leenings (- 60 kg) wurde für seinen Aufwand mit einem Erfolg belohnt. Fünf weitere Kämpfe gaben die Herthaner zuvor in Serie ab.

Die Enttäuschung stand Patrick Haas ins Gesicht geschrieben. Denn er war im Vorfeld überzeugt, dass sein Team beim Derbypartner gewinnen würde. „Ich bin überhaupt nicht mit dem einverstanden, was der Eine oder Andere heute geleistet hat“, war Walheims Coach richtig sauer. Leverkusen war nach seiner Ansicht nicht stärker, „das haben wir uns selbst eingebrockt“. Denn: „Bei einigen konnte man sehen, dass wir in vielen Situationen nicht heiß genug waren, den Punkt zu holen.“

Nun ist Pause bis zum 10. September. An diesem Tag steht ein weiteres Derby an. Im ersten Heimkampf treffen die Herthaner auf den JC Mönchengladbach, der auch schon bei vier Punkten angekommen ist. (mali)

Leverkusen - Walheim 9:5 (4:3): - 100 kg: Dennis Gutsche - Max Westerkamp 10:0; - 73 kg: Jean Yves Bottieu - Max Baczak 10:0; - 66 kg: Louis Arnolds - Erich Klinspon 5:0; - 90 kg: Rafael Mattukat - Arthur Westerkamp 0:10; - 81 kg: Joris Kuger - Arno Savelkoul 5:0; + 100 kg: Dennis Kary - Jur Spijkers 0:10; - 60 kg: Francesco Zeami - Nils Becker 0:10; - 100 kg: Dennis Gutsche - Ruben Wojnowski 7:0; - 73 kg: Tom Meulensteen - Max Baczak 10:0; - 66 kg: Bachuki Zichkaidze - Erich Klinspon 10:0; - 90 kg: Joris Kuger - Arthur Westerkamp 10:0; - 81 kg: Gabriel Berg - Nikola Discher 10:0; + 100 kg: Dominik Schatten - Jur Spijkers 0:10; - 60 kg: Matthias Preuß - Marcel Leenings 0:10

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Autor: Ulrich Niemann

Letzte Änderung: 15.08.2016

Erstellt am: 27.06.2016


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