Schon nach 58 Sekunden sind die Punkte weg

Judo-Zweitligist Hertha Walheim unterliegt bei seinem Saisonauftakt in Spremberg klar mit 4:9
Aachener Zeitung und Nachrichten
Schon nach 58 Sekunden sind die Punkte weg

Walheim. Das war dann doch deutlicher, als vom Gast erwartet. Mit einem 4:9 kehrte Judo-Zweitligist Hertha Walheim aus Spremberg zurück. Der heimische Asahi blieb mit seinem zweiten Saisonsieg an der Spitze der Zweiten Liga und kristallisiert sich so langsam zum Aufstiegsfavoriten heraus.

Es begann schon sehr ungünstig für die Herthaner, die im ersten Kampf (+ 100 kg) nach 58 Sekunden den ersten Zähler abgaben. Tom Grootjans ließ sich von Tobias Mol mit einem Ippon überraschen. Und Arthur Westerkamp verlor gegen Patryk Czichomski (- 90 kg) nach Punkten, dafür verkürzte aber Max Baczak per Punktsieg auf 1:2 (73 kg). Auf 4:1 zogen die Gastgeber nach ihren Siegen – dazwischen lag das Unentschieden von Michael Daue und Erich Klinspon (- 66 kg) – von Johannes Kruse über Weber Graatje (- 81 kg) weg. Und auch der Walheimer Nils Becker (- 60 kg ) wurde bereits nach nur 38 Sekunden aufs Kreuz gelegt. Max Westerkamp (- 100) gelang es immerhin, mit einem schnellen Punktsieg über Stefan Niesecke die Partie für die Hertha noch offen zu halten. So hatten die Spremberger zur „Halbzeit“ ein 4:2 vorgelegt.

Auf 6:2 hatten die Hausherren durch ihre Erfolge von Marcel Schaarschmidt (+ 100 kg) über Max Westerkamp und Patryk Czichomski (- 90 kg) über Arthur Westerkamp ihren Vorsprung ausgebaut. Max Baczak – einziger Doppelsieger der Walheimer an diesem Tag – verkürzte mit seinem Punktsieg über Nils Dochow (- 73 kg) auf 3:6. Doch dann klingelte es auf dem Spremberger Punktekonto noch dreimal in Serie, ehe der Walheimer Vandyck Wouter Punkt Vier mit einem Ippon über Sascha Michalski (- 100) sicherte.

Patrick Haas, der mit seinem Team sehr gründlich vorbereitet war und bereits am Freitag anreiste, war dann doch enttäuscht über den Ausgang. Vor allem, weil die „Kampfrichter das Endergebnis deutlich zu Gunsten der Spremberger mitgestaltet haben“, fühlte sich der immer sehr besonnen wirkende Walheimer Coach „verschaukelt“. Er fügte an, „natürlich hat Spremberg am Ende besser gekämpft und den Sieg verdient“, mochte Haas die Leistung des Gegners nicht schmälern. Aber in den hoch emotional geführten Kämpfen waren die Gäste nicht so schlecht wie es ein 4:9 vermuten lässt. (mali)

Spremberg - Walheim 9:4: + 100 kg: Tobias Mol - Tom Grootjans 10:0, - 90 kg: Patryk Czichomski - Max Baczak 0:7, - 66 kg: Michael Daue - Erich Klinspon 0:0, - 81 kg: Johannes Kruse - Weber Graatje 7:0, - 60 kg Maximillian Zimmermann - Nils Becker 10:0, - 100 kg: Stefan Niesecke - Max Westerkamp 0:10, + 100 kg: Marcel Schaarschmidt – Max Westerkamp 10:0, - 90 kg: Patryk Czichomski - Arthur Westerkamp 10:0, - 73 kg Nils Dochow - Max Baczak 0:10, - 66 kg Alecander Beta - Erich Klinspon 10:0, - 81 kg Peter Szybulka - Rupert Hammen 10: 0, - 60 kg: Max Zimmermann - Marcel Leenings 10:0, - 100 kg: Sascha Michalski - Vandyck Wouter 0:10

Autor: Ulrich Niemann

Letzte Änderung: 20.06.2016

Erstellt am: 06.06.2016


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