Vor allem muss ein Sieg her

Judo-Zweitligist Hertha Walheim setzt am Samstag in einem heißen Derby gegen den JC Mönchengladbach die Saison fort. Trainer Patrick Haas: „Ein knappes 8:6 ist sicher möglich.“
Aachener Zeitung und Nachrichten
Vor allem muss ein Sieg her

Alles im Griff: Walheims Lars Entgens (links) will am Samstag auch gegen Mönchengladbach punkten  (Foto: Ulrich Niemann)

Walheim. Erster Heimkampf, erster Sieg? So soll’s sein. Bislang ist Judo-Zweitligist Hertha Walheim noch nicht so richtig in die „Puschen“ gekommen. Vor der Sommerpause startete das Team von Trainer Patrick Haas mit zwei Pleiten in Spremberg und in Leverkusen. Das soll nun mit einem Sieg über den 1. JC Mönchengladbach am Samstag ausgebügelt werden. Der Kampf findet am Samstag um 18 Uhr in der Sporthalle des Inda-Gymnasiums statt.

Keine extra Motivation nötig

„Vor der Pause hat die Mannschaft einiges an Lehrgeld zahlen müssen, so dass die Trainingsmotivation sehr hoch war“, berichtet Patrick Haas. Und einige Ergebnisse aus dieser Zeit machen Hoffnung: Jur Spijkers qualifizierte sich im Schwergewicht für die Europameisterschaften U  20 und U  23. Außerdem belegte Lars Entgens bei der EM der Studenten in Rijeka einen dritten Platz – seine bislang beste Platzierung. Aber auch alle anderen Mannschaftskämpfer nutzten die Vorbereitung, um sich in Top-Form zu bringen. „Jeder von uns weiß, dass der Kampf gegen Gladbach ein heißes Derby wird, da braucht uns der Trainer nicht noch extra zu motivieren“, sagt Max Baczak, Punktegarant in der Klasse unter 73 Kilogramm.

Das Derby gegen Mönchengladbach wird wie alle vorigen Aufeinandertreffen umkämpft sein, so dass mit einem knappen Ergebnis zu rechnen ist. Es wird wichtig sein, befindet Haas, „dass wir die ersten knappen Kämpfe für uns entscheiden“. Und er fügt an: „Solche Big Points vor heimischem Publikum können der gegnerischen Mannschaft oft das Selbstvertrauen nehmen.“ In den vergangenen Tagen wurden noch mal individuell die Stärken und Schwächen des Gegners analysiert. Gespannt sind die Herthaner, welche ausländischen Starter für Mönchengladbach auf die Matte gehen werden. Während in Walheim mittlerweile die kämpfenden Niederländer und Belgier auch zur Trainingsgruppe gehören, ist es bei den meisten anderen Teams so, dass die Kämpfer ausschließlich am Kampftag zur Mannschaft stoßen.

Die Philosophie in Walheim ist es, eine starke Trainingsgruppe zu entwickeln, so dass alle Kämpfer voneinander profitieren können und so vor allem junge Athleten eine Chance bekommen. „Viele Fans und Sponsoren finden diesen eingeschlagenen Weg gut, trotzdem ist es einfacher, die Halle und die Sponsorenliste mit fremden Kämpfern zu füllen“, sagt Haas. „Wir lassen uns aber nicht davon abbringen, junge regionale Talente an das Team heranzuführen.“ Damit das auch so bleibt, braucht es neben Sponsoren vor allem einen Heimsieg am Samstag, damit sich Hertha Walheim nicht mit dem Abstieg beschäftigen muss. Patrick Haas sagt: „Ein knappes 8:6 ist sicher möglich.“(mali)

(AZ/AN-Bericht vom 09.09.2016)

Autor: Ulrich Niemann

Letzte Änderung: 19.09.2016

Erstellt am: 09.09.2016


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